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Oranges & Lemons

English Dancing Master“ (1651) – Tanzmusik aus England

In ihrem Programm „Oranges & Lemons“ beziehen The Playfords ihr Repertoire aus dem „English Dancing Master“ (1651), herausgegeben u. a. von John Playford. Der “Dancing Master” erwies sich als großer Erfolg und erfuhr bis 1728 achtzehn Neuauflagen. Die heiteren, unbeschwerten, verträumten oder auch melancholischen „Country Dance Tunes“ wurden vielfältig und ideenreich von The Playfords arrangiert. Zudem erzählen sie mittels zeitgenössischer englischer Balladentexte Geschichten von den verschiedenen Spielarten der Liebe und den politischen Umständen des 17. Jahrhunderts.

Hörbeispiele

 

Garlic & Onions/ The Glory Of The Kitchen

Songs and Tunes from John Playford’s The English Dancing Master (1651)

Deftige Balladen der Renaissance, Tanzmelodien aus der Sammlung John Playfords (1623-1686), Kompositionen von Thomas Campion (1567-1620) und Tobias Hume (ca.1569-1645) und historischer Folk in eigenen Arrangements.

Man nehme 6 MusikerInnen mit einem ausgeprägten Hang zu Alter Musik, gebe herzhafte englische Tänze ihres Namensgebers John Playford (1623-1686) hinzu, hebe Balladen und Lautenmusik der britischen Renaissance sowie einen guten Schuss Folk unter und verquirle alles lustvoll mit ordentlich Authentizität, Spontanität und Improvisation. Vorsicht: Das Ergebnis kann Spuren heutiger Musik enthalten.

Serviert wird ein sinnliches bis deftiges Programm, das die Sehnsucht vergangener Zeiten nach unverfälschtem Leben auf dem Land in die Ohren bringt. Gespickt mit erstaunlichen Geschichten von Landmädchen und Stadtkerlen, von übermäßigem Tabak- und Alkoholgenuss, versetzt mit rauschhaften Träumen und schwermütigen Weisen, abgeschmeckt mit ausgelassenen Tänzen und bitteren Liedern. Groovige Tanzbarkeit, augenzwinkernde Zweideutigkeit, abgrundtiefe Melancholie und überschäumende Leidenschaft sorgen für ein ausgewogenes Menü. Als Beilage werden Kochbücher des 17. Jahrhunderts rezitiert. Es lebe die gute Küche!

 

Shakespeare’s Song Book

Tunes and Ballads from the Plays of William Shakespeare (1564 – 1616)

In Shakespeares Werken wimmelt es von musikalischen Anspielungen und Zitaten, die manchmal hintergründige Informationen liefern, manchmal auch nur einen Lacher provozieren sollen; sie funktionieren allerdings nur dann, wenn der Zuschauer die entsprechende Vorlage gut kennt. Im Umkehrschluss lässt sich also aus Shakespeares Stücken eine Liste der populären Lieder seiner Zeit erstellen, eine Arbeit, der sich der amerikanische Musikwissenschaftler Ross W. Duffin unterzogen hat. Sein “Shakespeare´s Songbook“ haben The Playfords als Realbook genutzt, improvisierend sich nach gusto bedient, und wie in Shakespeares Globe Theatre alle sozialen Schichten aufeinandertrafen, ist für jeden etwas dabei, von der schenkelklopfenden Zote fürs gemeine Volk bis zur geistvoll verklausulierten Anspielung für die distinguierte Oberschicht – ein musikalisches Panorama der englischen Gesellschaft während der späten Renaissance.

Das Ensemble „The Playfords“ aus Weimar demonstriert eindrucksvoll, wie lebendig Alte Musik sein kann
Das ,englische“ Programm unter dem Titel „Shakespeare’s Song Book“ entführte direkt in die Renaissance-Welt der Tragödien, Komödien, Balladen und Moritaten des Elisabethanischen Zeitalters und vor allem auf die Bühnen William Shakespeares – gestützt zuweilen auf vage hypothetische, nur fragmentarisch rekonstruierbare Fahrten, wie sie die lückenhaften Zeugnisse zu den Bühnenmusiken eben preisgeben. Der Leitfaden „Hunting“. das Jagen, wiederum beschrankte sich in der Werkfolge keineswegs auf das Erlegen tierischer Beute, sondern illuminierte die großen Themen menschlichen Strebens – den Lebenskampf, die Sinnsuche, die Liebe. Zum poetischen Stelldichein von Shakespeares Personal – hier Romeo und Julia, die zwei Herren aus Verona, Hamlet oder auch die lustigen Weibern von Windsor – brauchte es auch damals bereits atmosphärisches Couleur, emotionale Geschmacksverstärker. Das waren die Bühnenmusiken, die Kanzonen, die Tanzfolgen – sie erst würzten das dramatische Geschehen auf dem Podium zur perfekten Illusion Das muntere „Playford“-Quintett, das spielt, auch mal tanzt, sich im Kirchenraum ausgelassen bewegt, den vokalen Frontmann Björn Werner zu- dem als klangschönes Gesangsensemble hervorragend einbettet, improvisiert sich mit den jeweils eigenen Arrangements zum alten Notentext munter durch die Renaissance-Vorlagen; lässt auch mal Jazziges einfließen, zitiert Edward Elgar mit der heimlichen Briten-Hymne und füttert im Blick auf die eigene Virtuosität den jeweils individuellen Affen kräftig mit Zucker. Gelegentlich wird da die Gambe zum Schlagbass, die Barockgitarre groovt, spieltechnisch brillante Eskapaden von Flöte und Perkussion gar – Trommel, Tambourin. Maultrommel erzeugen locker laufende Adrenalin-Schübe.
Es waren Geschichten, die da erzählt wurden; um Mystisches, um Fabelwesen ging es ebenso wie um den ganz alltäglichen Wahnsinn von Liebe und Leid. Schon das lyrische Text-Konvolut, das Björn Werner zu bewältigen hatte und das er in vorbildlichem Shakespeare-English mit aller denkbaren Eloquenz und im makellosen Ton eines versierten Bänkelsängers aber das Altargeviert schickte, war eine gesangsrhetorische Meisterleistung. Und drum herum fabulierten sich die übrigen vier munter auftrumpfend durch die Tanzrhythmen, zuweilen auch melancholischen Elegien und wunderbar ohrwurmigen Kantilenen. Ein Ohrenschmaus sondergleichen war’s und ein Riesenspaß obendrein!
(Gertie Pohlit in „Die Rheinpfalz“, 07.04.2025)

Hörbeispiele

 

Nova! Nova!

Europäische Advents- & Weihnachtslieder aus dem 14.-18. Jahrhundert

Die typisch menschliche Sehnsucht nach Veränderung einer unbefriedigenden Gegenwart bildet letztlich auch den Kern des Weihnachtsfestes. Für die christliche Welt ist die Geburt Jesu die lang erhoffte Neuigkeit und hat über Jahrhunderte vielfältigen und vor allem musikalischen Widerhall gefunden. Unter dem sprechenden Titel „Nova! Nova!“ („Neues! Neues!“) widmen sich The Playfords weihnachtlicher Musik aus dem 14. bis 18. Jahrhundert. Um bekannte deutsche Melodien gruppieren sich Lieder und Tänze aus England, Frankreich und Spanien.
Als Ensemble aus Spezialisten für Alte Musik stellen sich The Playfords in die beinahe verlorene Tradition improvisierender Renaissance- und Barockmusiker. Mit ihrer spielerischen wie stilechten Herangehensweise ermöglichen sie es der Musik vergangener Tage, die ganze Palette weihnachtlicher Emotionen auszuleben, von stiller Ergriffenheit bis zum ausgelassenen Freudentaumel, augenzwinkernd aktuelle Bezüge inbegriffen.

Gast: Claudia Mende – Barockvioline

Hörbeispiele

 

Fa una Canzone

Tanzmusik der Renaissance Italiens: Frottole, Canzone, Tarantelle, Improvisazioni, Amore per la musica!

In ihrem Programm „Fa una canzone“ spielen The Playfords italienische Hits des 16. und 17. Jahrhunderts. Europaweit begehrt waren die Villanellen, Frottolen und Balletti der Stars wie Giovanni Giacomo Gastoldi, Orazio Vecchi oder Claudio Monteverdi. Wie in der populären Musik unserer Zeit wird in den Liedern die Liebe besungen, unbändige Lebensfreude erklingt in den Tänzen. Heiter und leidenschaftlich von den Musikern arrangiert, meisterhaft musiziert mit mediterranem Charme.

Hörbeispiele

 

Luther tanzt

Lieder der Reformation und ihre weltlichen Wurzeln

Martin Luther war ein sehr gelehrter und zugleich tief emotionaler Mensch, wovon er überzeugt war, das tat er konsequent. So wurde aus dem lebensfrohen Erfurter Studenten ein extrem asketischer Mönch, der – entsetzt über die Scheinheiligkeit der Kirche seiner Zeit – ungewollt die Reformation anstieß, schließlich alles Asketische über Bord warf, um mit allen Sinnen und vor allem mit Musik die reine Lehre unters Volk zu bringen. Anders als viele seiner Reformatorenkollegen setzte er dabei weniger auf eingedeutschte Gregorianik als auf neue Dichtungen zu bekannten wie neu geschaffenen volkstümlichen Melodien. So wurden „Gassenhauer, Reiter- und Bergliedlein christlich, moraliter und sittlich verändert…“ im Sinne der Reformation genutzt. Dass Luther versierter Lautenist war und auch im Kontrapunkt geschult, kam ihm sicherlich dabei ebenso zugute wie seine engen Kontakte zu Ludwig Senfl und Johann Walter. Damit war er Vorbild für unzählige Liederdichter und prägte den typisch protestantischen Choral volkstümlicher Manier.
The Playfords schälen den oft vergessenen tänzerisch-fröhlichen Charakter solcher Kirchenlieder wieder heraus, fischen nebenbei auch in der dunklen Vergangenheit manch berühmten Chorals und verhelfen den „bösen ärgerlichen Weisen, unnützen und schandbaren Liedlein auf der Gassen, Feldern, Häusern und anderswo zu singen“ zu frischem Leben.
Für die fachliche Beratung bei diesem Programm danken wir Dr. Christoph G. Schmidt.

Hörbeispiele

 

DARK CLOUD – Es geht ein dunkle Wolk herein

Lieder aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Der 30jährige Krieg, ein Trauma in der deutschen Geschichte. War noch 1617 mit Stolz und Trotz von den Evangelischen das 100. Jubiläum der Reformation gefeiert worden, so kam schon ein Jahr später das Gefüge ins Wanken. Ein Krieg brach aus, der an Grausamkeit nichts zu denken übrig ließ, der mehrmals mit Verträgen und Friedensfeiern beendet wurde, nur um wenig später wieder aufzuflammen.
Es erklingen deutsche Balladen, Volkslieder, Hymnen auf Kriegshelden wie Tilly und Gustav Adolf, eindrückliche Lieder der Landsknechte, schwermütige Klagen und trotz allem ausgelassene Tänze, hoffnungsfroh erdachte Friedenslieder und eindrückliche Choräle aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Aufgespürt, arrangiert und dargeboten mit historisch informiertem Witz und Tiefgang durch „The Playfords“.

Hörbeispiele

 

Ich habe meine Sichel geschärft

Gassenhauer, Choräle und politische Lieder aus der Zeit der Bauernkriege um 1525

 Schon Jahrzehnte vor der Reformation kursierten Schriften, die eine Wiederkehr des „alten Reiches“ und des guten Kaisers Friedrich ankündigten, es bräche dann in religiöser, sozialer und friedenspolitischer Hinsicht ein goldenes Zeitalter an. Von daher überrascht es nicht, dass mit der von Luthers losgetretenen spirituellen Aufbruchsbewegung viele sich zugleich gesellschaftliche Änderungen erhofften. Entsprechende Forderungen wurden laut, vor allem in den gebildeten Schichten der Städte. Aber auch Bauern wähnten sich im göttlichen Recht, und nicht nur dass, sie waren oftmals und völlig irrationalerweise auch siegesgewiss, als sie im Frühjahr 1525 zu Zehntausenden bewaffnet aufbrachen, um ihre Erwartungen Wirklichkeit werden zu lassen. Nur wenigen ging es dabei tatsächlich um Umsturz, die Ständegesellschaft wurde kaum in Frage gestellt. Es ging vor allem darum, Willkür und teils existenzbedrohende Auswüchse durch klare Regeln einzudämmen. Doch selbst das erschien den meisten Herrschenden als zu bedrohlich und wurde mit dem Verweis, dass „alle Obrigkeit von Gott“ sei, brutal unterdrückt. Der überraschende Aufstand entzündete binnen kürzester Zeit zwar ganz Süddeutschland, Teile der Schweiz, Österreichs und Mitteldeutschlands. Aber regional zumeist schon nach wenigen Wochen, insgesamt nach ungefähr einem Dreivierteljahr waren die hoffnungslos unterlegenen Bauernheere aufgerieben, zigtausende Bauern und ihre Familien durch professionelle Ritter und Soldaten erschlagen, gefangen, hingerichtet oder auf der Flucht.

Luther war anfangs den Bauern und ihren Forderungen durchaus wohlgesonnen; doch wohl aus Angst um seine theologischen Reformen stützte er bald die teils extrem brutalen Akte der Mächtigen. Dabei diente ihm ein bis dahin eigentlich gar nicht so bekannter, evangelisch gesinnter Pfarrer als willkommenes Feindbild: Thomas Müntzer. Heute würde man ihn als Befreiungstheologen bezeichnen, der sich zunehmend radikalisierte. In Allstedt organisierte er Armenfürsorge, betrieb Seelsorge und schuf kongenial und noch vor Luther deutschsprachige Liturgie. Der Anbruch des „Reich Gottes“ stehe unmittelbar bevor, so predigte er und gemahnte Herzog und Thronfolger im Allstedter Schloss, dass sie die Macht von Gott allein dazu erhalten hätten, um Gutes für ihre Bevölkerung zu tun; wo sie dem nicht gerecht würden, würde ihnen laut Bibel „das Schwert wieder genommen“ werden – das genügte: Noch vor seiner offiziellen Demission floh Müntzer aus der Stadt, schlug sich auf die Seite der Bauernheere und der ebenfalls aufständischen Bürger von Mühlhausen und wurde so etwas wie ihr spiritueller Mentor. Berauscht von der Überzeugung, Gott auf seiner Seite zu haben, führte er sie in die katastrophale Schlacht bei Frankenhausen. Er selber wurde festgenommen, schwer gefoltert, nach Mühlhausen transportiert, geköpft und gepfählt. Seiner Frau, eine ehemalige Nonne und wohl auch seine gebildete Beraterin in theologischen Fragen, enthielt man selbst persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass vor. Luther, der ausgerechnet in diesen Wochen selber heiratet, berichtet ekelerfüllt, sie sei trotz ihrer Schwangerschaft von kaiserlichen Soldaten vergewaltigt worden. Ihre Spur verliert sich ein halbes Jahr später mit einem Bittbrief, in welchem sie ein letztes Mal um die Bücher ihres Mannes bat.

In ihrem Programm zeichnen die Playfords diese Emotionen von frühlingshaften Hoffnungen auf ein goldenes Zeitalter, vom optimistischem Aufbruch aus verkrusteten Strukturen über irrational berauschte Erwartungen hin zur brutalen Niederlage und völligen Desillusionierung nach. Dafür nutzen sie weltliche und geistliche Musik der Zeit, furios in ihrem eigenen Stil als „Early music Folk“ arrangiert, vor allem aber historisch informiert improvisierend. Speziell für dieses Konzert wurden Teile von Müntzers deutscher Liturgie neu ediert und bearbeitet, und auch mehrere eigens rekonstruierte Lieder werden erstmals zu hören sein.

 

Christoph G. Schmidt

 

La Flor de la Canela

Eine Reise zu gemeinsamen Wurzeln spanischer Barockgrounds und südamerikanischer Folklore

Als Christoph Columbus 1492 die „Neue Welt“ entdeckte, begann eine neue Epoche der Menschheit – und ein Kulturtransfer der besonderen Art. Es verschmolzen europäische Kompositionstechniken mit indigener Musik der Ureinwohner Südamerikas und kraftvollen Rhythmen der Musik der afrikanische Sklaven. Von Mexiko bis Argentinien entstehen explosionsartig neue Tänze. Sie tragen aufregende Namen: Sarabanda, Chacona, Zamacueca, Pasacalle, Folia. Diese Tänze gelangen zurück nach Europa und eroberten die Europäische Barockmusik im Sturm.

Dieses Programm vereint peruanische, mexikanische, venezuelanische und argentinische Musik mit Improvisationen über spanischen Barockgrounds. Das Ensemble THE PLAYFORDS wird hier erweitert durch die fabelhaft chilenischstämmige Sängerin Luciana Mancini und die mitreißende Tänzerin Luz Zenaida Hualpa García.

THE PLAYFORDS und Gäste:
LUCIANA MANCINI – Gesang
LUZ ZENAIDA HUALPA GARCÌA – Tanz

 

Si ce n’est amour…

Chansons und Tänze der französischen Renaissance

„Wenn es nicht die Liebe ist…?“ Was ist es denn dann, was verwirrt, die Sinne verdreht, zum Tanzen anregt, melancholisch stimmt? In ihrem Programm mit französischer Tanzmusik aus dem 16. Jahrhundert, beleben The Playfords Chansons und Tänze der frühen Renaissancezeit wieder und schlagen gleichzeitig einen gelungenen Bogen in die Moderne: Französische Eleganz, Pariser Tango, orientalisches Kolorit, mitreissende Tanzmusik. Es erklingen Werke und eigene Bearbeitungen von Pierre Sandrin, Pierre Attaingnant, Jacques Arcadelt, Claudin de Sermisy sowie Thoinot Arbeau.

 

L’arte da Vinci

500. Todestag von Leonardo Da Vinci

Rätsel, Witze und Prophezeiungen Leonardo da Vincis, gemixt mit Frottolen, Chansons und Madrigalen seiner Umwelt
Was ist das Wesen des Wassers?
Woher kommt das Blau des Himmels?
War die Erde ein Stern?
Ist die Kastanie glücklicher als der Feigenbaum?

Antworten geben The Playfords in ihrem neuen Programm „L’Arte di Leonardo“:
Der Universalgelehrte aus Vinci war nicht nur zu vielem fähig – als Maler, Bildhauer, Ingenieur, Musiker -, sondern wusste sich auch gut zu verkaufen: Sein Haupteinkommen erzielte er als Unterhalter bei rauschenden Festen, sei es mit mechanischen Wunderwerken, sei es mit Witzen, Rätseln und Anekdoten oder als Improvisator von Poesie und Musik zugleich. Seine privaten Notizen allerdings zeichnen ein pessimistisches, zuweilen groteskes Bild von seinen Zeitgenossen.
The Playfords verweben heitere und düstere Texte aus Leonardos Philosophischen Tagebüchern mit Kompositionen, deren Klängen er an seinen Wohnorten Mailand, Florenz, Rom und zuletzt Frankreich begegnet sein könnte, von Verdelot, Ebreo, Tromboncino, Josquin und anderen, und natürlich tun sie, was auch der Meister selber tat: sie improvisieren.